Euthyme Therapie

Euthymes Training

Die Euthymie bezeichnet eine innere Heiterkeit, Frohsinn bzw. eine gewisse „Seelenharmonie”. Euthym bedeutet wörtlich übersetzt: „was der Seele gut tut”. Individuell geprägt können dies völlig unterschiedliche Verhaltensweisen sein (z. B. ein Gespräch unter Freunden, Fensterputzen, Joggen, gutes Essen etc.). Euthymes Erleben und Verhalten ist durch Freude, Lust oder Wohlbefinden geprägt.

Die euthyme Therapie ist ein verhaltenstherapeutischer Behandlungsansatz zur Förderung der Fähigkeit zum genussvollen Empfinden nach Rainer Lutz (* 1943) und Eva Koppenhöfer. Der euthyme Therapieansatz wurde aus einem Interventionsprogramm, der „Kleinen Schule des Genießens” entwickelt und wird daher auch oft “Genusstraining” genannt. Die euthyme Therapie wird in der Regel ergänzend zu problemorientierten, störungsspezifischen Interventionen angewandt.

Primäres Ziel ist das Erlernen von (Selbst-)Fürsorglichkeit, d. h. für sich selbst positiv zu sorgen. Unter euthymem Handeln und Erleben wird also alles gefasst, was der Psyche guttut. Daher soll sich die Psychotherapie auch auf positive Gefühle wie Spaß, Freude, Entspannung, Ausgeglichenheit und Wohlbefinden konzentrieren (Auseinandersetzung mit positiven Aspekten des Erlebens in der Psychotherapie).